Schloß Hellenstein
(osr oz tolls Schloss)
Koordinaten: 48° 40' 33" N, 10° 08' 54" O
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Das Schloss
Hellenstein ist eine über der Stadt Heidenheim an der Brenz gelegene Festungsanlage. Es war einstmals Stammsitz
der Herren von Hellenstein.
1096 wurde es erstmals urkundlich erwähnt durch Gozbert de
Halensteine, dessen Familie möglicherweise im 12. Jahrhundert
die erste Burg Hellenstein errichtete. Zahlreiche Buckelquader
in den Mauern des Rittersaales können dieser Phase zugeordnet
werden. 1273 endete die Herrschaft der Hellensteiner. Danach wechselte
die Burg mehrfach den Besitzer.
1503 gelangte die Burg unter die Herrschaft des Hauses Württemberg.
Am 5. August 1530 brannte sie bis auf die Grundmauern nieder, der
Wiederaufbau durch Herzog Ulrich von Württemberg fand in den
Jahren 1537 bis 1544 statt. 1596 beauftragte Herzog Friedrich I.
von Württemberg den Bau eines neuen Schlosses mit Festungsanlagen
neben der mittelalterlichen Burg
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Schwanengasse
1989
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Eichamt
mit Schloss 1983
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| Im südlichen Teil der Burg befindet sich das
Brunnengärtle mit seinem 78 Meter tiefen „Kindlesbrunnen“.
Dieser heißt so, weil die Heidenheimer Babys nicht vom Storch
gebracht werden, sondern – so eine Sage – hier herausgeholt
werden. Der Brunnen wurde von 1666 bis 1670 von Königsbronner
Bergknappen gegraben. Ein sehr teures und aufwändiges Unternehmen,
das etwa 6.750 Gulden (nach heutiger Kaufkraft grob 500.000 €)
kostete. Die Wasserversorgung musste neu gesichert werden, weil
das vorherige komplexe Leitungssystem des Heinrich Schickhardt
im dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. |

Brunnengärtle mit Kindlesbrunnen
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Ab
etwa 1762 gab die herzögliche Kameralverwaltung kein
Geld mehr für die Renovierung des Schlosses aus und
ließ es verfallen bzw. gab es zum Abbruch frei. Im
Jahre 1810 wurde das obere Geschoss des Batterieturms (runder
Turm) abgetragen. Leider gingen dabei herrliche Wand- und
Deckenmalereien des bayrischen Hofmalers Friedrich Sustris
verloren. Dieser war 1593 persönlich von Friedrich I.
von Württemberg mit der Ausmalung des Saals im Obergeschoss
beauftragt worden. 1820 genehmigte das Finanzministerium
sogar den Verkauf und Abbruch des Dachwerks und des Einbaus
des alten Bergschlosses. Teile des Schlosses, die zum herzoglichen
Bauwesen gehörten, und die stufenförmigen, steinernen
Giebel des Bergfrieds wurden der Ansicht wegen stehen gelassen.
Als ein Jahr später die Papierfabrik Völter niederbrannte,
holte man sich von hier – mit Genehmigung – Steine
und Bauholz für den Wiederaufbau. Mit der Zeit verschwand
Stein für Stein, originaler Buckelquader aus der Zeit
der Staufer und der reich mit Ornamenten verzierte Aufsatz
des Südportals. 1837 verbot die königliche Bauverwaltung
schließlich weitere Steine aus den Mauern herauszubrechen.
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1901
wurde in der ehemaligen Schlosskirche das Heimatmuseum des
Heimat- und Altertumsverein eröffnet, aber schon ein Jahr
vorher wurde hier die Sammlung heimatkundlicher und kulturhistorischer
Gegenstände ausgestellt. Prof. Eugen Gaus, der den Heimat-
und Altertumsverein gründete, bereicherte dieses Museum
mit vielen eigenen Ausgrabungen. Als Alfred Meebold seine „Indische
Sammlung“ stiftete, mussten die alten Räumlichkeiten
erweitert werden. Somit wurden der Obervogteisaal, das obere
Turmzimmer, die Remise und der Keller Teil des Heimatmuseums.
Von 1956 bis 1960 wurde das Museum in drei Etappen neu gestaltet.
Anlässlich seines 75-jährigen Jubiläums investierte
der Heimat- und Altertumsverein nochmals viel Geld für
den Ausbau und die Einrichtung des ehemaligen Zeughauses. Zwischen
1982 und 1986 ließ die Stadt Heidenheim den Fruchtkasten
sanieren und eröffnete das „Museum für Kutschen,
Chaisen und Karren“. Es bietet einen umfangreichen Überblick
der Verkehrsentwicklung der letzten 200 Jahre.
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Innenhof,
rechts Kutschen und Chaisen Museum 1999
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Der Aussichtsturm auf Schloß Hellenstein, ein echtes "Highlight"
im Schloss: Aber vorsicht! von April bis Ende August nicht nutzbar,
wiel im Rittersaal die Opernfestspiele stattfinden! |
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Blick vom Schmittenberg
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Blick von den Schloßarkaden
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Blick vom Totenberg
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Blick vom Aquarena
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Blick vom Kelzberg
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Fotos:
Walter Freudenmann, Günther Freudenmann
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